תמונות בעמוד
PDF

Der Schöpfer will uns nicht die Macht zu denken ^ Rästner. , rauben, °^ ^'

Doch heischt er nicht von uns zu wissen, nur zu glaw

den; . Wozu er uns bestimmt, wodurch man ihm gefällt, Wie das Gewissen Ruh, die Seele Trvft erhalt, Bemüht sich die Vernunft vergebens zu ergründen, Und wird, entdeckt sie was, nur ängstlich Zweifti finden. , Wie um den Himmel sich der leichte Milchweg zieht, Sieht unser Auge dort, und weiß nicht was es sieht, / und daß den weißen Glanz ein Heer von Sonnen schi cktt,

Hat einDemokrituserrathen nicht erblicket;

So ward auch manchem Geist, der über andre steigt.

Viel, was der Christe, glaubt, durch die Vernunft gv

zeigt, -'
Noch dunkel, ungewiß, nicht wie der Glaube lehret.
Den selbsten die Vernunft, mit eignen Lallen-elM.
Wem gleicht ihr, die ihr hier Vernunft alleine nennt?
Dem, dessen bloßes Aug des Milchwegs Sterne kennt;
Hier müßt ihr euch so gut, als eure Gegner findxn.
Die sich um mehr zu sehn, die Augen fest verbinden.

Ein forschender Verstand, der sich im Denken übt.
Die Wahrheit untersucht, und nur Beweise liebt,
Würd oft ein Christe sein, und unsrer Kirche nützen,
Üno gründlich und geschickt die Lehren unterstützen,
Di« wahr und richtig sind: So aber wenn er hört,
Daß unser Glaube nichts, als solche Sätze lehrt,
Bei denen die Vernunft, mit Gründlichkeit und Wis,
sen,

Vertrieben und verdammt, dem Glauben weichen müst
sen.

Tritt er sobald zurück; denn das ist offenbar.
Was die Vernunft ihm sagt, Hill er gewiß wahr.
Wenn Glauben und Vernunft einander Widers»«-
chen,

To ist der Glaube falsch. Die Schuld von dem Vers
... brechen,

In

, Kästner. ^ Z„ der Freigeist fällt, gehört dem Lehrer zu,
"Der auf den Freigeist schmäht; o ließ er ihn in Ruh'.
O hört er einstens auf, die Weisheit zu verfluchen!
Der Freigeist würde bald die Lehren untersuchen.
Die man für heilig hält; und ihrer Wahrheit Licht
Durchsiralre seine Brust. Doch so geschieht es nicht,
So scheut er sich so gar, die Bibel anzurühren.
Aus Furcht der Menschheit Werth auf einmal zu verlw
ren.

Nein göttliche Vernunft, nie ward dein mahrtt
Freund

Auf eigne Kräfte kühn, der Offenbarung feind.
Geleitet durch dein Licht, bis an der Menschheit Gräw
zen.

Doch ungelehrter Stolz, den du nur selten führst.
Merkt nicht, wie weit du gehst, noch wo du dich vn>
«erst.

Du lehrst vom Menschentand die Offenbarung rrennen,
Du lehrst uns ihren Zweck und ihren Werth erkennen.

Nicht darum gab sie uns der Schöpfer, der uni
liebt,

Daß ein Erfinder sich an ihr in Schlüssen übt;
Im weiten Raum der Welt, im Abgrund unsrer Sek-
te»

Laßt uns den Gegenstand von unserm Forschen wählen.
Die Lehre, welche selbst die Einfalt führen soll.
Mach kühne Neugier nicht von schnnren Fragen voll.
Auch Seelen, welche nicht gleich Weisen denken können,
Will unumschränkteHulo ein ewig Glücke gönnen.
In einem Labyrinth, wo ihm der Faden fehlt.
Irrt der verwegne Sinn, der sich mit Forschen quält.
Der Glaube, unbemöht, die Kennrniß zu vergrößern,
Erleuchtet den Verstand, nur um das Herz zu bessern.
Genug, daß man so viel von seinen Lehren merkt,
Als in uns Trieb und Kruft für unsre Pflichten stärkt,-
Genug, daß wir in dem, was Menschen nicht ergrü«
den,

Nichts widersprechendes und tief« Weisheit finden.

Germz,

Genüg, daß unser Geist die Lehren höhrer Art, ^Rästner.
Die er noch Stückweis lernt, auf eine Zeil bewahrt,"
Wo <r, vom Nebel frei, der jetzund ihn umriiget, >
In den Zusammenhang mit schärfern Blicken dringet.
So faßt ein zartes Kind des Baters Unterricht,
Erreicht sein schwacher Sinn der Lehren Grund noch
nicht.

Es glaubt, und wird dadurch Nur jetzo vorbereitet.
Bis es mehr Einsicht einst bei reiferm Alrer leiret.
O glücklich, wen Vernunft, so wie der Glaube lenkt?
Der beider Werth verehrt, und wenn er glaubt auch
denkt.

Als göttlich wird bei ihm n,cht alte Meinung gelten,
Die Freunde der Vernunft wird er nicht Ketzer schelte«.
Den Freigeist, welcher sonst dosEifrers Zorn verlacht,
Hat er durch Grund und Schluß zum Glauben oft ge,
brach 1:

Und selbst ein schwacher Sinn lernt mehr durch seine
Lehren,

Als Gott, gedankenlos, mit Heilgen Formeln ehren.

Hier zeigt sich dir dein Bild> Freund, Lehrer der
Vernunft,

O glichen, Heerrnänn, dir doch alle deiner Zunft!
Sie nennen sich wie du. Doch sollten wir oft schwören,
Sie mären ausgesandt > die Unvernunft zu lehren.
Die Weisheit dieser Welt aufs ärgste zu verschmäh»,
Muß man ihr Meister sein, und nichts von ihr versteh«.
Doch Geister deiner Art pflegt, trotz der kleinen Seelen,
Sich zur Verherrlichung die Vorsicht stets zu wühlen.

[ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

Ter Zeiten Erstgeburt, o Frühling, komme W
der!

Belebe die Natur, belebe meine Lieder Z
Der Hain steht wartend da; die ganze Gegend schmiß
Der Winker, Ver noch stürmt, und seine Herrschaft
, . zeigt.

Werschließt «as Landvolk noch in den berauchten HW»,
Der Wandrer, starr vom Frost, eilt mit grschwinim
Schritten

Zum bäurisch Men Heerd. Im Wald streckt M«
'laubt
Die hohe Fichte dort ihr Eis beschwertes Haupt
Bis an die Wolken hin, die früh sich niedersenkn.
Wie traurig ist die Weit! o süßes Angedenken!
Hier war es, wo der Lenz, als er vorhin gelacht,
Die stillen Gegenden zum Paradies gemacht!
Hier war es, wo mich sonst die junge Rose krönte,
Und wo der Wiederhall von Chloens Namen tönte.
Ist dieses noch der Hain, ist dieses noch der Daum,
An dem zur Mittagszeit mich oft ein süßer Traum

Zu»

Zum Schlummer eingewiegt, den keine Sorge störte, vöMroneHkV
Wen» ich auf das Geräusch des nahen Baches hörte?' v' ' ^
Der Baum, um den ich oft zur Zeit der stillen Nacht
Dryaden tanzen sah, in blendend weißer Tracht? - .

Er ist es! Ja! ich kann in seinen treuen Rinden
Noch, itzt den Ueberrest von Chloens Namen finden.
Nun schließt mich das Geräusch der Stadt von neuent
ein:

Ich such umsonst die Ruh; nie kann ich einsam sein.
Nie bin ich vor der Welt und ihrer Müh verborgen:
Bis in mein Schlafgemach verfolgen mich die Sorgem
Die Thoren stören mich; mich quält ohn Unterlaß
Bald ihre Freundlichkeit, bald wiederum ihr Haß.
Der Dichtkunst Glut verlöscht; nur diese Zeit ist meine,
In der ich unbemerkt bei spätem Lanchen-Scheine,
Wenn alles um mich schläft, entfernt von jedermann,
Nachdenken und in mir mich selbsten finden kann;
Von der Zerstreuung frei, die oft den Geist bestricket,
Und fast ihn überredt, als war er nun beglücket,
Doch niemals überzeugt: Ein Glück, das selten still,
llns erst alsdann entflieht, wenn man es fühlen willi
Hier seh ich lächelnd nun des Lebens bunte Scenen>
Neumodische Virgils, altfränkische Mäcenen>
Zeichne, die sehr oft sich selbsten nicht verstehn,
Zartüffen, die voll ZornS die stillt Tugend schmäh«,
Geschminkter Schönen Reiz, die unsre Väter kannten,
lind, wie man mir gesagt, schon damals Schönest
nannten.

Kurz, Hochmuth, Hoffnung, Glück, der Thoren gani

zen Wahn, des Lebens ganze Müh, seh ich gelassen am das Glück mag immerhin den Weisen unterdrücken: Ver edel fühlt und denkt, kann stets sich selbst beglüi

cken.

per Thoren SiegSgeschrei betäubt zwar sein Gehör:
doch nur umsonst; wer zagt ist schon kein Weiser
. mehr:. , , »

der Himmel sorgt für uns; die Thoren mögen siegen:
stie schmeckt ein niedrigs Herz ein wirkliches VergnÜi
> gen-

5 Ee 2 SS Wei<<

« הקודםהמשך »