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SZor der, in Hellem Erzt und stufenweis' erhöhet,
Der lächelnde Firill aus schwarzem Marmor stehet.
Ein fliiternd Btumemverk bebt um des Fensters Fach.
Den n^hen Pferdestall bedeckt ein kupiern Dach.
Nicht weit von diesem ruht, der Baukunst zum Trenn
pel.

Auf Pfeilern deutscher Art ein Göttervoller Tempel; So prächtig, daß der Stolz, den Kennern zum Vett druß,

Hier nichts der Kunst geweiht, als bloß den Ueberfluß:
So offen, daß, so bald der Nord die Zinn erschüttert,
Der bange Jupiter mir allen Blitzen zittert.
Daß jüngst ein Regenguß Minerven fast verschwemmt,
Und daß ein Wiedehopf , - Doch horcht! oer Haust
Herr kömmt:

Er kömmt! Es meld« ihn, und seines Glücks Gettos, sen,

Das rasselnde Geräusch r>!schrollender Karossen.
Sein Schwemme? fährt vorauf, aus dem der groß«
Mann

Sein wichtiges Gesicht den Leuten zeigen kann.
Die, wann sie seinen Zug auch Nur von weitem hören,
Bewundernd stille stehn, und ihn mit Grüßen ehren.
Nun stud die Gäste da. Er führt sie allzumal.
Nach lanqem Wongepräng, in seinen Tafelsaal,
Zum wvhlschattirten Tisch, wo Trachten seltner Speit
sen

Den fürstlichen Geschmack des theuren Kochs erweisen.
Und w« von allen doch den schwülstigen Fatill
Kein Reh, kein örtolan, kein Rebhun reizen will.
Der Ekel darf ihm gar die frischen Bachforellen,
Den gelblich rothen Lachs, den Meerkrebs itzt vergab
len.

Ihm, den die saure Last so vieler Schmause preßt,
Schmeckt nicht die Ananas , noch Tunquins Vogelnest.
Warum? Er muß bereits sein hochansehnlich Leben
Dem Koch nicht anvertraun, Nur Aerzten untergeben.
Es überfällt ihn schon mit wütender Gewalt
Der reuerfüllte Schmerz, der Scheinlust Hinterhalt«
Der Hunger fliehet ihn, wie er die Arbeit sckeuet,
Die Reizung bester Art, die jenen Stand erfreu«,
Beisp.S.2.B. > A- < . - Der

gedsrn. Der weidlich sich bewegt, sät, ackert, erndtet, drischt,

^ Grübt, pflanzet, wässert, walu, schwimmt, rudert,

flößt und fischt. O Glück der Niedrigen, der Schnitter und der Hinen, Die sich in Nur und Wald, in Trist und Thal beww then,

Wo Einfalt und Natur, die ihre Sitten lenkt,

Auch jeder rauhen Kost Geschmack und Segen schenk!

Was kann sich zum Genuß ein mürber Schlemmer wählen,

Wann Kitzel, Schürf und Säst der spröden Zunge fehlen? ,

Dem Habicht, und nicht dir, o Thor, schmeckt der Fa,

,, W,

Auf dessen Zucht und Hut du so viel Geld verthan.
Der feisten Karpen Satz, die dir nur Ekel brückten,
Gebührt mit größerm Fug den weit gesünder« Hechcen,
Schmauß, aber schmauß im Traum: sonst weist der re-

, ge Stab
Des strengen Rezio die Speisen von dir ab. *)
Im Traum? Doch ach! die Zeit erweckt dir neue»
Kummer':

Den Hunger nahm sie dir-, sie raubt dir auch den

Schlummer.

Es schleicht der ächte Schlaf den Fedei pfühl vorbei,
Ist falschen Städtern falsch, und treuen Bauren treu,

Und

') Doctor Peter Aeziö von Äguers, gebürtig aus ei«em Dorfe Tirteafuera, welches zwischen Caruquel u»d Almodabar etwas auf der rechten Hand liegt, ei» M«nn,der aufder Universität Ossona denDoetorhuterbab ten, ist aus der Geschichte der Statthalterschaft des Sancho bekannt, bei dessen Tafel er sich/ als Leibarzt, i einfand, und aus Sorgfalt für die Gesundheit des gnä

digen Herrn fast alle Schüsseln mit seinem ftschbeinw ne« Stöbchen berührte, und sie, als schödlich, wegnehmen ließ. Man lese die Geschichte des Don QuiM «>n Manch«, im 47sten Kapitel des andern Theils, E . . '. 51z.«. ^

Und kehrt in Dörfern ein, wo des Gewissens Enge ». Hagedorn.
Den Handschlag sichrer macht, als alles Rechtsgepränge;"v '""^
Wo noch des Landmanns Mund, nach Art der alten
Welt,

Frucht, Molken, Käs' und Schmalz für Hauptgerichte
M,

Und, wann ftch mit der Nacht die sichre Stille paaret,
Die Ruhe gähnend hascht, und schnarchend fest ven
wahret.

Man lieget, wenn noch itzt das Sprüchwort gelten soll,
Auf guten Betten hart, auf harten Berten wohl,
Und die Erfahrung kann durch manches Beispiel zeigen,
Der Schlaf, der güldne Schlaf, sei nicht den Reichsten
eigen;

Der Arbeit süßer Lohn, die so viel Gutes schafft,
Der Schlaf, des Todes Bild, und doch des Leben«
Kraft.

Gryphin; und du, Fatill! ersteht man in euch bei,
den

Zden Zustand wahrer Sust und dauerhafter Freuden?
Dem einen raub« Geiz, dem andern Neberdruß,
Durch lächerlichen Wahn, die Mittel zum Genuß;
Und beiden kann ihr Geld nichts iresflichers gewähre«,
Als jenem reich zu sein, und diesem zu verzehren.
Den Frieden mit sich selbst, der nimmer dem entsteht,
Der durch das innre Glück das äußre Glück erhöht,
Das Kleinod kennt ihr nicht. O sollt euch dieses kränken,
Was könnte jenes euch für Trost und Beistand schen«
ken!

Hüllt euch des Schicksals Grimm, der Größre niedett
schlug,

In jenes grobe Wamms, das euer Vater trug,
Und sollt es eurem Gur auch nur die Hälfte nehmen;
Euch wird an Männlichkeit ein Knab, ein Weib be<
schämen.

Nur Tugend, die allein die Seelen wehrhaft macht,
Wird durch Gefahr und Noch nie um den Sieg ge>
bracht.

Eilt Serres, nach dem Bann, aus seinem Vaterlande, schwärzt sein Asterglück das Laster und die Schande: >' . , , Aas Doch

». HkAedsrH Doch ist der starke Held, vor dem Carthagofloh,
^ ^ Im Feld, im Capitol, im Elend Scipio.

Der Weise Hai em Lo -s, das seinen Werth entscheid«:
Verdienste, wo er gilt, in,o Unschuld, wo er leidet.
Hu seinem Wesen wird vom Zufall nichts'entliehn-.
Recht, Wahrheit, Menschenhuld und Tugend bilden iht>.
Er ist, « seltnes-Glück! durch eigne Trefflichkeiten
Von Vvmrtheilen frei, getrost zu allen Zeiten,
Im Purpur nicht zu groß durch Kittel nicht entehrt,
Stets edler als sein Stand, und stets bewundernd!
werth.

,Kr «folget der Narttr, in deren schönen Werken
Wir weder Mangel sehen, noch Ueberfluß bemerken.
Er kennt, belacht und flieht mit rühmlichem Entschluß
Den geizigen Besitz, den üppigen Genuß,
Den irdischen Geschmack. Der Vorzug weiser Sirttil
Macht alles herrlicher, und adelt auck die Hütten.
Gesundheit, innre Ruh, und äußre Sicherheit,
Und heiterer Verstand, das i'is, was ihn erfreut.
Die Weisheit wählet oft, um diesen nachzugehen.
Den Niedern Aufenthalt, und nickt umwölkte Höhen.
Ist auch ein rauschend Glück von schweren Bürden frei,
Und fällt die Wahrheit nicht der alten Fabel bei.
Die ehmals Cervius, dem nie kein Mährchen fehlte,
Dem schlurfenden Horaz vor seinem Herd erzahlte?*)

Zur Feldmaus kam einmal die Stadtmaus in den
Wald,

In ihren dürftigen, gehöhlten Aufenthalt.
Hier lebte sie genau, um Vorrath aufzusparen;
Allein, weil Wirth «nd Gast längst gute Freunde «<v
ren,

Und sie, bei schmaler Kost, doch Gästen reichlich gab,
So gieng auch diefesmal nichts der Bewirchung ab.
Das lang« Haberkorn, M ihrer Erndte Gaben,
Die Kichern, die sie sonst, als einen Schatz, vergras
den, ,

Halbabgenagtes Speck, gedörrter Beeren gnug.
Die sie mir eignem Mund ihm itzt zur Tafel trug.

Das

5 -) UOK^riVS. L«rckon. Ud. II. Lei. VI.

Das bringt sie, um zu sehn, ob nichts sein Maul venHagedorn,

führte,' '—^

Das jeden Bissen nur mit stolzem Zahn berührte;.
Da unser Hausherr hier auf frischen Svalzen saß.
Ihm gern das Beste ließ, selbst Tresp und Rocken fraß>

Wie? hebt der Stadter an; kannst du auf diesen
Höhen,

In diesem ödem Wald dich so zufrieden sehen?
Glehn, statt der Wildniß, dir nicht Stöbt unh Me«
schenan?

Zeuch immer mit mir, Freund! wenn ich dir rächen
kann.

Was ist uns allen mehr, als Sterblichkeit, verliehen?
Bon de,m, was irdisch ist, wird nichts dem Tvd.entflie<
hen:

So gar ein Löwe stirbt. Es sterben groß und klein::
Wir aber schmausen noch. O laß uns fröhlich sein!'
Leb immer eingedenk/, wie Jahr und Zeit verfließen,
Freund! lebe so wie ich, des Lebens-zu genießen.

Die Feldmaus, die den Rath sich sehr gefallen laßt,
Schickt sich zum Reisen an, und hüpfet aus dem Nest.
Sie'eilen beilz^fort, die Stadt bald zu erreichen,
Und durch die Mauer sich, bei Nacht, hineinzuschlch'
chen.

Den Himmel schwärzte schon die stille Mitternacht,

D» kommen diese zwei in einen Sitz der Pracht,

Zn eines Reichen Haus, wo scharlachroche Decke» .

Des Lagers Helfenbein mit stolzem Glanz verstecken.

Und, zum gewünschien Fraß, vom gestrigen Banker

Der aufgehäufte Rest in vollen Körben steht.

Der Stövter, der den Gast auf Purpur Kingesetzet,

Und alles sucht und wählt, was Tellerlecker ätzet.

Läuft emsig, wie ein Wirch, der sich die Mühe kürzt.

Und, hurtiger zu sein, sich luftig aufgeschürzt.

Er will sich aufwartsam ja Dienern gleich, erweisen,

Und bringet und kredenzt die aufgetragnen Speisen.

Die ,'eue Lebensart erfreut die fremde Maus.

Wie vornehm ist ihr Sitz! wie köstlich ist der Schmaus?

Aa z Doch

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