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*... - o - - Aus

Aus dem Gedichte, Vielguk.

(!s ist ei» größer Lob, daß gute Leute fragen,
Warum nicht, als warum dir was wird aufgetragen.
Was kümmert Cato sich, daß etwa ein Watin,
Ein Narr, hoch oben sitzt? ich bleibe wer ich bin.
Wann ich zu Fuße geh' und Struma prächtig fähret,
Der zwar so viel flicht kann, doch aber mehr verzehret
Dann einer, der nicht weiß, als nur verstandig sein.
Du Stock, die ganze Stadt, die kennet dein»
Schein;

Kreuch in «in Löwenfell, so reden doch die Ohren; Durch Hoheit wird der Stand des Herzens nicht ver> loren:

Die Aehre beuget sich, worinnen Körner sind.
Die aufrecht steht, ist Spreu, und fleug« in dm
Wind.

Zwar köstlich heißt es wohl, ein Theil der Welt r»
gieren,

Herr vieler Herren sein, das Schwerdt und Zepter fch ren,

Besitzen Gut und Blut; doch ist hier minder Ruh
Als auf der wilden See, die grimmig ab und zu
Mit ihren Wellen jagt, und nie vermag zu stehen.
In einem großen Hof, wo tausend Leute gehen,
Zu suchen Gnad' und Recht; da schleichen auch hinein
Gefahr, Betrug und List: es führt der große Schein
Viel Schatten hinter sich. Die auf dem Throne sitzen
In voller Herrlichkeit, und also häufig schwitzen.
Was meinst du, daß es sei? Der Sommer thut et
nicht,

Di« Sonne kann nicht hin: was aus der Stirn« bricht,

Ist Arbeit und Beschwer. So viel hier Leute dien«», Sind ihnen mehrentheils zu Dienste selbst erschienen; Sie ehren nur die Macht des Fürsten, und nicht ihn. Und wann sein Glücke fällt: so gehn sie auch dahin.

^ SS

Ist ferner dieß so gut, ein starkes Lob erlangen, ( Bekannt sein weit und breit, mit großem Titel pran« gen

Der kaum kann auf den Brief; der edlen Ahnen Zahl
Zerstümmelt und zerhackt um einen ganzen Saal
Mit Wappen und Panier in ihrer Ordnung weisen?
Ich ehre deinen Stand: doch soll ich dich auch preisen.
So lebe ritterlich, und laß mich unverlacht,
Ob du gleich edel bist geboren, ich gemacht.'
Wann schon ein gutes Pferd aus Barbarei nicht kvW
men.

Wann seine Schlacht *) schon nicht von NapelS ist gv nommen,

Das sonst nur edel ist, und erstlich trifft das Ziel,
Es habe gleich sein Gras gefressen, wo es will:
So Kiegt es doch den Preis. Die Bilder, die hi«r
stehen,

Von welcher wegen du pflegst oben an zu gehen,
Die rufen auf dich her, und schauen, was du thust:
Folg' ihrer Tugend nach, hast du zum Lobe Lust.

Die Schönheit wird eö sein, die gut genennt kann
werden,

Dann alles Schön ist gut: das Schöne, was der Erden
Mhier nicht« schuldig ist, was alles schöne macht.
Was Titans Haus besternt, was goldner Blumen
Pracht

Auf Feld und Wiesen setzt, und Wald aufgrüne Hügel,
Was Brunnen Quelle giebt und Vögeln ihre Flügel
Und alles uns verleiht was schönes an uns ist, .
Daßelb' ist schön und gut. Wer dieses nicht erkiest,
Nicht gut von ihm lernt sein, der will mit etwa« praiv
gen,

Das keiner Hoffart Werth. Die rosenrothen Wangen,
Der liljenweiße Hals, die Augen, dieser Mund
Sind eine schöne Wand, ein HauS, das seinen Grund
Don innen haben muß. An Eedern, an Eypressen,
Am Lorbeerbaume zwar ist keine Zier veraessen,
Di« Früchte desto mehr; ein wohl gemahites Weib,
Das nichts zu zeigen weiß, als seinen zarten Leib,

Ist

^ sein Geschlecht.

Vpiy. ^Jst ein gemeiner Raub, dem Mann' ein theures Pra«,

gen,

Den Eltern eine Schmach, den Fremden ein Verls»,
gen.

Der andern Frauen Neid, ein schöner Koth und Wust,
Ein Opfer und Altar der öffentlichen Lust,
Und was du haben willst. Gestalt pflegt auszutreten,
Und ist ihr Kupler selbst; die keiner hat gebeten.
Die bleibt am meisten keusch. Es weiß die ganze Well,
Daß reiner Wille sich mit Schönheit kaum gesellt.
Mit Schönheit, welcher Stahl und grimmes Feuer

. «eichet,
Doch die nicht minder bald zerrinnet und verbleichet,
Wie eine Blume thut, die mit dem Tage steht.
Und wann der Abend kömmt, mit ihm auch untergeht.

Viel suchen großen Ruhm, und meinen zu belle«
den

Duxch Lob, das nimmer stirbt, mit lesen und mit schrei,

.... ben, Und sehen dieß doch nicht in ihren Büchern an. Dag einer, welcher, Lob und Ruhm verachten kann, Sei über alles Lob. Was willst du dich bemühen, O Mensch, der Sterblichkeit de« Menschen zu enrflie, hen,

Wann du die Menschen fleugst, machst doch im Lebe»
dir,

Aus deinem HauS' ein Grab, und dichtest für und für
Auf Bücher, an den Main zur Messe fort zu senden,
Da kluge Thorheit wird von so viel tausend Händen
Durch Land und See geschleppt? bedenke, daß die

, ., . . , Welt
Noch einen weitern Raum als Deutschland in sich hält,
Und Holland auch darzu. Vermeinst du, daß dein
Wesen

Madrit, Paris und Rom, pflegt sonderlich zu lesen.
Da mehr Gehirne wächst? Drückt an Quinsai Bach
Des Landes China Volk dir deine Träume nach?
Kennt Nilus deine Hand? sei sicher, dieses Schlachten,
Das keiner Völker schont, , wird deiner Kunst nicht ach«
ten;

. . Die

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