תמונות בעמוד
PDF

III.

S i n n g e d i ch t e

und

Ndre kleinere Dichtungsartm.

[ocr errors]
[ocr errors][graphic]

Sinngedichte.

Griechische Anthologie.

Griechische Anthologie,

(Unter der Aufschrift der Anthologie, oderBlumenlese, hat man mehrmals die kleiner» Gedichte des griechische» Alterthums, größtentheils epigrammatischer Gattung, in eine Sammlung gebracht. Schon anderthalb hundert Jahre vor Chr. Geb. veranstaltete Meleager aus Tyrus die erste, und ohne Zweifel beste Blumenlcse dieser Art aus 44 berühmten Dichtern, die aber so, wie sie ursprünglich war, nicht mehr vorhanden ist. Etwa 150 Jahre später brachte phi, lippus aus Thessalvnich eine Nachlese aus später« Dichter« zusammen, die wir gleichfalls nicht mehr haben. Ein dritter Sammler war Agarhias, unterm Justinian, dessen schlecht tmSaminlung zur Vernachlässigung der vorigen ohne Zwei? fel beitrug. Aus allen drei Anthologien wählte im zehnten Jahrhundert Ronscantinus Rephalas eine vierte aus, die hernach ini vierzehnten Jahrhundert durch den Mönch zu Konstantinopel, VNaximus planudes, eine neue, aber nicht bessere Gestalt erhielt. Diese, ohne Geschmack utzd Wahl zusammengetragcneiKompilation ist es, die unter dem Namen der Anthologie jetzt gewöhnlich verstanden wird, und mehrmals gedruckt ist. Vergl. niein Handbuch der klassischen Literatur, S. 172. und in Herders Zerstreu« Blätter, Samml. 1. S. 99 ss ll. 10z. ff. die Anmerkungen jber die Anthologie der Griechen, besonders über das griechische Epigramm. In beiden Sammlungen findet man viele, mit dem feinsten Geschmack ausgewählte Stücke der griechischen Anthologie Ungemein glücklich, und nicht feiten durch kleine Züge verschönert/ ins Deutsche übertragen; und ich hoffe durch Beifügung dieser freien Uebersetzunqenzu dm hier gelieferten Proben, meinen Lefern das Vergnügen ju verdoppeln, welches ihnen diese geiviß gewähren werden.)

[merged small][ocr errors]

Verkauf des Amors.

Man verkauf' ihn! Und ob er so süß im Schvoße der Mute ter,

Wie ein unschuldiges Kind schlummre; verkaufet ihn doch. Er ist ungezogen, ein loser Bube, geschwätzig,

Wild und bise, der ja selber die Mutter nicht schont. Leichtgeftügelt und keck: ex kratzt mit den Nägeln; ex »ei, net

Kläglich, und wenn er dir «eint, lacht er im Herzen dich
aus.

Kurz, ein Ungeheuer. Verkauft ihn. Wo nur ei» Schiff«
Sein begehret, er nehm' immer den Bösewicht hin!

Aber sehet, er weint: erfleht! Sei ruhig, o Lieber!
Glaub.«, ich lasse dich nicht! Dich und Zenophila nie.

[merged small][ocr errors]

Vergessenheit und Erinnerung.

Holde Vergessenheit, und du des Guten Erinnerung!

wbliche Schwestern, 0! macht beide das Leben mir süß! Du «erdimkle das Böse mit deinem umbüllenden Schleier:

Du crneure das Glück mir mit verdvpxelter Luft!

Z

Ein Wunsch.

ö! daß ich wär' ein Lüftchen, und du in Schwüle des Tages

Würfst den Schleier zurück, nähmst in den Busen mich auf!

Od^r ich wZr' ein Ris'chen, und du mit niedlichem Finger Brächst vom Zweige mich ab, nähmst in den Busen mich auf!

Oder

« הקודםהמשך »