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Zum ewigen Verderb, der Unvernunft zum Siege) ^Michaelis,
Den Tag mit Puppenwerk, die Nächte mit der Wiege,
Wer der, bis, .Falken gleich ins Drehhaus eingesperrt,
Der arme Narr entschlaft, ein alter Esel blarrt!

Wenn nun in dieser Zeit, wo wir noch alles wollen, Wo Körper, Sprache, Herz und Geist sich bilden sollen, Uns schnöde Weichlichkeit und die verdammte Tracht Der Wallfischridben siech und krüppelhaft gemacht: Wenn wir des Pöbels Witz, den man uns, zu gefallen. Recht stotternd zugelallt, rechlstotternd wieder lallen. Und es der Zucht geglückt, die, wenn das Kind nicht schweigt.

Von dem gepeitschten Tisch zum Knechte Ruprecht steigt,
Und dann die Ruthe nimmt, das Herz mit Eigenwik
len,

Und unsre Phantasie mit Possen anzufüllen;
Dann soll geschwind ein Herr, der Complimente spetßt,
Der Frau Mama gefallt und Herr Magister heißt,
Zur Memmorphosis des Schagens, unterm Lachen
Und Beisein der Mama sein hocus pvcus machen!
Indes; vom Morgen an, fast Maitre Maitre treibt,, -
Besuch Besuch verfolgt — nimmt, was noch übrig
bleibt,

Las liebe Paar und springt, als giengs zu schwäb'schen
Tänzen

Durch alle möglichen Sprachlehren und Scienzen'.
Welch Wunder! wenn das Kind, von Weisheit faste«
stickt.

Gleich einem hölzern Mann, mit dem man Nüsse knickt,
Sein Mündchen taktweis sperrt: vermittelst weiser Leh-
ren,

An «ügre, a!s er selbst, dem Unglück abzuwehren'.
Welch Wunder', wenn Papa es für den Kern der Welt,
Und faselhaften Tand für Salz der Weisheit hält;
Und schon im Geist den Stand, der seine Lebenslage
Vergilden soll, bejauchzt. — Nur welchen? ist die Frm
ge! — .

P z Bei

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Und spät einst, überm Haupt zu leicht .befundner SüM:^^_^^ der,

Sem tödlich Lebe! spricht: schreckt freilich kaum noch
Kinder,

Ken» Ruprecht nicht mehr hilft ! — Doch, setz einmal,

es sei?

Sag', und vergeh für Furcht! dann — dann, Per steht dir bei?

Wenn Gott in seinem Grimm vorm Pfuhl der ewig K>z
dert,^

Sein anveMautes Pfand von,"leeren Händen fodertz,
Das Land um Rache schreit, und deiner Lenden Frucht^
Perzmeiflungsvoll der Brust, die sie gesogen, flucht!
Unsel'ger! oder glaubt dein Leichtsinn nicht die Gaben,,
Die Gott zum Segen gab, in Gift verkehrt zu haben;
Wenn mjt des Eidams Schweiß, der, Badkux noch ge>
wohnt.

Dein Töchterchen, als Weib, des Buhlers Geilheit
lohnt:

Um, kömmt es zum Ruin, mit desto freiern Händen
Ihr eingebrachtes Gut im Meineid zu verschwenden?
Zwei Wege nur dein Sohn, ein herrlicher Alcid!
Strick oder Lazareth, am Ende, vor sich sieht,
Wenn Erbschaft u,nd Betrug ihm lang genug gewähref.
Was Müssiggang bedarf, und Ueppigkeit verzehret?
Ist denn der Eltern Pflicht so leichtljch ausgeübt.
Dich man sie übernimmt, so bald es uns beliebt?
Und ist esLnug den Takt imBrautreihn wohl zuhalten.
Um einer Mutter Amt mit Ehren z>, verwalten?.
Verlangt das Aaterland von deinem Chstand nichts
Als jahrliche Kopien, des menschlichen Gesichts?
Und wirst du nicht, als Stamm so viel verfaulter Gli«
der,

Ein Schandfleck — ja, noch mehr!'— ein Mörder
deiner Brüder!

Beglückter Ze.vs Homers, *) dem müd vom Mör-
derglück

Und Blulfiuch Sterbender und Tödunder, ein Blick
P 4 Auf

')Il.V.«.5.u.f.

Michaelis.^ Auf Völker, die noch Milch von ihren Heerben tränket,

Dein uns verächtlich Bild, o Menschheit! wieder scher»

ket!

Was aber schenkt dich mir? — Ich flieh die Stadt! —

, ^ und ach! — Auch du, o Landmann, hast nichts ländlichs als dein

'Dach!
Schenkst, Bauernach der Tracht, und Städter nach
dem Willen,

Mir minder Stoff zum Trost, als Geßnern zu Idyllen.
E> der durch fromme Zuckt sich alternd einen Stab,
Arbeitet seinem Gut, dem Himmel Christen gab:
Zm Schweiß des Angesichts schuldlose Aecker baute,
Gott für sein alles hielt, und kindlich ihm vertraute.
Bei schlechter Kost vergnügt trinkt ihr Kaffee, wie wir:
Läßt fromm sein seinem Psarr, Arbeiten seinem Stier,
Und wird noch, denkt an mich ich will« gewiß erleben!
In stüdtscher Kinderzucht dem Junker Stunden geben.

Denn, deutsch gesagt, was ist der ganze Unterscheid?
Der Müssiqgang bleibt eins, nur ändert er sein Kleid,
Des Städters geht zum Ball, des Landmann« Kind zur
Schenke,

Carl in die Komödie, Hanns in des Gauklers Schwanke,
Hanns rennt von Kirms zu Kirms, Carl tanzt ven

SckmauS zu Schmaus,
Carl schimpft auf Pique Roi, Hanns flucht aufs rothe
Daus,

Was jenem Scan o» ist, ist diesem Eulenspiegel:
Des Vaters Flachs zieht Hanns, Carl den Dukaten W
gel;

Carl lacht des Lehrers Ernst, Hanns trotzt des Kantors
Stab:

Nehmt unserm städtschen Zevs*) sein göldnes Putzwerk
ab,

Und

Diese Anspielung auf die Fabel yom Amphitryo erkli» man sich aus dem Prolog und des vierten Akts vierten und fünften Scene der plaucinischen Komödie gleiches Namens.

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fic it Das Rathhaus nicht Kirchen nicht vert o - schließt: Daß noch nicht Hochverrath und Kirchenraub und Mort o - belt, . Wie Ehbruch und Betrug geworben! 臀 . . op 5 - - Nicht,

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--- --- fi depofitum non inficietur amicus, si reddat veterem cum tota aerugine follem, 邺 Prodigiofa fides, et Thufcis digna libellis, Quaeque coronata luftrari debeat agna. Egregium fanátumque virum fi cerno, bimembri Hoc monftrum puero, vel mirandis fub aratro Pifcibus inventis, et foetae comparo mulae o Sollicitus, tanquam lapides effuderit imber, Examenque apium longa confederit una Culmine delubri, tanquam in mare fluxerit amnis Gurgitibus miris, ct lactis vo1t ce torrens.

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