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Artschockenblätter klaubt, das Straußenhirn zerbricht, Die Karpenzunge sucht, die rohen Austern sticht?

Wie kann doch Nullius die Knaben Sanfrmuth
. lehren,

Der keinen Lautenklang noch Spiel so gern mag hkren,
Als der Kardätschen Streich: die für Sirenen preist,
So oft man auf den Knecht als wie ein Henker schmeiß!,;
Recht ein Antiphaies dem zitternden Gesinde, ,
Der niemals fröhlich ist, als wenn er nur geschwinde
Die Folter bringen sieht: der nie kein einigs Worr,
Als nur mit Hagel, Blitz und Donner! bringet fort.
Sollt' aller Augenlust, die Julian aus Meißen,
Mit Recht sein ungehaubt, und so lang Jungfrau heisi
sen,

Die von zehn Jahren an, bei Tag und später Nacht,
Dem Buhler einen Brief von ihrer Mutter bracht?
S« geht es von Natur. Das Böcklein folgt den Ranu

, men,' Der Apfel fällt nicht weit gemeinlich von den Stanu men.

Der Mutter Abriß ist die Tochter insgemein:
Wie itzo Thais ist, so wird ihr Kind auch sein.
Nur wenigen hat das der höchste Gott gegeben.
Aus sonderlicher Huld, daß sie vom bösen Leben
Der Eltern abwärts gehn, als wenn gemeine Pest
Won taufenden kaum zehn unangestecket läßt.
Drum scheut und fürchtet euch, ihr Alten vor den J»n<
gen,

Laßt kein unehrbar Wort entfahren von den Zungen.
Ei» Kind hört gar genau: Es merkt das zarte Herz,
Und denkt gar lange nach dem ungesalznen Scherz.
Vor Kindern sollen wir uns jederzeit emsehen
Mehr als vor großen Herrn; weil auch ihr' Engel jw
hen

Dem höchsten Gott zu Dienst. Weg, Flucher, Liften ^. mund, Nachtschwärmer, Lügener, Garsthammel, geiler Hund, Wo zarte Kinder sein! Es sei in keiner Zechen Der Vater und der Sohn. Wie kann der Bachkrett sprechen:

. - > , Geh

Geh grade vorwärts hin, mein Kind, nicht hinter dich! Rachel.
Mcht er nicht sprechen: du mein Vater lehre mich ^—^-x^-
Uno geh mir grade vor'. Wie kann ein Alter schlagen
Und strafen seinen Sohn, das; er in vierzehn Tagen
Kaum einmal nüchtern ist, der selber sucht den
Schmauß,

Und säuft in Flvribus zwei Dutzend Gläser aus?

Wenn dich ein fremder Gast will kommen Helm zu suchen,

Da geht das Treiben an mir schelten und mit stucken:
»Magd, kehr die Stube« aus, räum alles von dem
- T.sch.

»Thu weg das Spinngeweb mit einem Flederwisch,
«Spül alle Becher aus, vergiß die stlbern Kannen
»Und großen Humpen nicht! Geh, Hurenkmd, von

, bannen »Daß dich der Hagel schlag'. Zünd etwas Mastix an, »Und fege bald hinweg, was dort der Hund gechan!" ,

Du Narr, ist dir so viel und hoch daran gelegen.
Daß einem fremden Gast nichts faules liegt in Wegen,
Warum läßt du dir nicin die höchste Sorge sein,
Daß auch dein ganzes Haus sei aller Laster rein:
Daß alles ordentlich und richtig möge stehen,
Damit dein zartes Kind nichts ärgerlichS mag sehen? -
Es preiset dich die Stadt und hält dich Ehren werth.
Daß du mit einem Sohn die Büxgerschaft verehrt;
Jedoch, so fern du ihn mit Fleiß hast auferzogen
Dem Lande Dienst zu thun, zum Handwerk oder Bs<
gen

Zur Psiugschaar oder Schwcrdt, wo nicht? zu einem
Mann,

Der mit Verstand und Rath zum Besten dienen kann;
Der klug und tüchtig ist die Unschuld zu verfechten,
Versteht der Kaiser Satz, zusammt den Landesrechten»
Der nicht bei lausenden zu Leipzig hat verzehrt,
Und bringt Geschicklichkeit kaum dreier Heller werth.

Daran liegt mächtig viel, mit welcher Lehr und Le<
ben,

Zu welche« Sitten du pflegst Unterricht zu geben,

N » Und

Und leiten deinen Sohn. Der Storch fleugt an den 'Bach Und sucht die Schlangen auf, und geht den Fröschen nach,

Versorgt damit sein Nest. Sobald die Jungen fliegen,
Befleissen sie sich auch dergleichen Raub zu kriegen.
Der Raben Mutter sucht am Galgen ihr Gewinn,
Und trögt das blutig Aas den kahlen Jungen hin.
So thur ihr Kleines auch, sobald es sich kann ätzen.
Und weiß auf einen Baum ihr eignes Nest zu setzen.
Der Adler fängt ein Reh, das lernet auch sein Kind,
Sobald die Fittig' ihm nur recht gewachsen sind.

Petroniuö war toll mit Häuser aufzubauen, . Spocht lieber nichts als Kalk, als Stein und Meissel schauen,

Macht Häuser wie ein Schloß, nahm ganze Straßen ein,

Und sollte mit Gewalt das Geld verschwendet sein. Noch blieb den Erben gnug. Der Sohn riß alles ni« der,

Was kaum gemachet war, und baut es herrlich wieder.

Jetzund besitzet er nach vielem Ungemach

Ein Häuslein ohne Thür, und gleichfalls ohne Dach.

Wie aber kommt doch dieß? Nach allen bösen Dim
gen,

Nach allen Lastern pflegt die Zugend selbst zu ringen,
Darf keines Treibers nicht. Nur zu dem Geitz allein,
Will sie gemeinlich nur und fast gezwungen sein.
Vielleicht bekreuzet sie das ernstlich Sauersehen,
Weil er der Tugend gleich pflegt sittsam herzugehen,
Will häuslich sein genannt, nicht fröhlich oder wild,
Der Arbeit zugethan, die leere Säckel füllt.
Drum wird dem Geizigen der Ruhm auch beigemessen,
Daß er fein röthlich sei, dem Sausen, Spielen, Frch
sen,

Und aller Hofffahrt feind, weil er so sorglich spahrt.
Und jedes Gerstenkorn wie einen Schatz vermahrt.
Das lobet jedermann, insonderheit die Greisen,
Die Jugend auf den Weg des Reichthums anzuweisen:

»Dem .Dem folge nach mein Kind!« Als wenn allein auf

Geld,

Die höchste Seligkeit der Menschen sei gestellt.

Doch wie ein Anfang ist in allen andern Dingen,
So hat dieß Laster auch den Anfang vom Geringen,
Und nimmt gemahlich zu. Denn willst du Meister sein.
So lerne wohl zuvor der Knaben Einmahl Ein."
Sobald ein tausend Mark zusammen ist geheget, .
Und tausend noch darzu, der Grund ist schon geleget.
Zwei doppelt machen vier, und zweimal vier sind acht:
Freund, Kurzweil, gute Tag, und gut Pier gutt
Nacht!

Da fingt er ernstlich an zu schaben und zu kratzen,
Ergiebt die Gräten nicht den Hunden oder Katzen,
Er schmälert dem Gesind' ihr zugecheiltes Brook,
Er selber leidet Durst und schwere Hungersnoch.
So viel das Geld ihm wächst, so wachsen auch die So«
gen, ,
Er spart den Heringsschwanz bis auf den andern Moy
, gen.

Er frißt das weiße Brodt, und trinkt den besten Wein,
Der in ganz Frankenlanh den Hunden ist gemein,
Kofent ist viel zu theur. Er zeichnet alle Stücken,
Er schleußt den Knoblauch weg, samrm einer halbe»
Brücken,

Er frißt lebendig Speck, schön wie arabisch Gold,
Darauf kein Bettler ihm zu Gaste kommen wollt'.
Ist der nicht doppelt toll? ist der nicht ganz von Sin>
nen,

Der andern sparen will, und nichts für sich gewinnen;
Der nimmer satt sich frißt, hat keinen guten Tag,
Nur darum, daß er reich am Gelde sterben mag.
Indessen wächst der Schatz, und nimmt bei großen
Haufen

Durch Monathzinsen zu, da geht es an ein Kaufen.
Ein Lanoguch ist zu schlecht zu nähren solchen Mann,
Der nächste Meierhof der steht ihm trefflich an,
Und jener noch dazu, sammt so viel hundert Morgen:
Der Nachbar leidet Noch; du kannst so lange borgen,

Nz B« Rachel. Bis dir das Pfand verbleibt: der Weinberg trögel

—^—^ ) ^ wohl:

Hei Schade', daß mir nicht die Mühle werden soll,
Und jener grüne Wald. Er Handell, kauft, und zwiiu
^ S«,

Bis daß er dieß und das, und alles an sich bring«.
Zst denn der Nachbar hart, und will des Handels nicht,
So hat er Pferde, Küh und Ochsen cibgericht,
Di? schickt er ihm ins Korn bei Nacht zusammt den
Ziegen,

Die Schweine müssen ihm den ganzen Weinberg pflü«

gm. . ,

Dergleichen Schelmenstück hat manches fruchtbar Land,
Sem rechten Erben ab, dem anHern zugewandt.

Und ob man gleich ihn schilt, obgleich in allen Z«
chen,

Die Leute rund heraus von diesem Schinder sprechen,
So achtet ers doch nicht. Was, spricht er, liegt daran,
Ob mich die Mißgunst beißt, die mehr nicht schade«
kann,

Als eine magre Laus? Ein' Hülse von den Linsen
Ist besser als das Lob der Tugend ohne Zinsen,
Als daß ein jeder sagt: O welch ein ftommer Mann,
Der nur bei Käs' und Probt so gnügsam leben kann!

So wirst du denn, o Narr, Angst, Schwermuch,
Quaal und Leiden,
Gift, Fieber, Zipperlein, und alles Unglück meiden,
Wenn d» nur pflügen magst mehr Aecker an der Zahl
Als unter Tarius die Römer allzumal?
.Da, wie der Römer Heer in Afrika noch siegte,
^ Als Pyrrhus und sein Volk Italien bekriegte,

Ais der Molosser Fürst und seine grolle Macht
Der Römer tapfres Bvlk in Furcht und Harnisch

bracht: . -
Wer dazumal getreu und redlich ward erfunden,'
Und zum Ge^euqniß bracht' die allermeiste Wunden,
Hin ehrlicher Soldat, von etwa sechSzig Jahr,
Der bei de,m Adler schon schneeweiß geworden war;

,-. > Dem

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