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R a ch e l.

(Wie reich die ältere deutsche Literatur an satirische» Schriften, in Versen und Prose sei, davon kann man sich aus dem dritten Bande von Hrn. Llögels Geschichte der komischen Literatur belehren'. Die beiden letzten Jahrhunderte waren vorzüglich ergiebig an Satiren, die grv«enx thcils durch die beiden großen Revolutionen der Kirchenver, bessttung und des dreißigjährigen Krieges veranlaßt wur, den, — Nnter den Dicbtcrn der Sxiyuchen Schule, die auf die Verbesserung der deutschen Poesie so großen Einfluß hatte, ist in dieser Dichtmigsarr Joachim Rachel am merkwürdigsten. Er wurde 1613 zu Lunsen i» Norderdit-' Mkschen geboren, und starb als Rektor zuSchleßwig, 1669. In scinen zehn Satiren ist die Nachahmung der klassische« Satirendichter des Alterthums überall fichtbar; zugleich aber besaß er viel Originalität und Stärke des Vortrags, der nur oft in eine zu rauhe und ungebildete Sprache eingekleidet ist. Die vier plattdeutschen Satiren, oder veer olde deröhmde Scherzgedichte, die den Rachelischen gewöhnlich beigedruckt sind, haben Ioh. Wich. Laurenbers, damalige« Professor zu Rostock, zum Verfasser.)

Die Kinderzucht.

üöai wider Tugend läuft, und die Vernunft kan»

strafen, '.

Das sehn die Jungen erst von ihren alten Affen.
Hat Fritz die Karlen lieb; das Kind weiß insgemein
Was Schuppen, Rauten, Kleeb, was Pap,i und Kö<

nig sein.

Verkehret Polus gern, ist klug in alle» Tücken,

Und kneipt die Würfel wohl; das Kind spielt mit de»

l" Bricken. Welch Kind gewöhnet sich hernach zum grünen Kraut, Das nicht« als Neckerwein und Wildgebratens schaut: Das von dem Vater sieht, wie er die Schnecken schlinget, Die Spargel halb abbeißt, den Stör zu Tische bringet,

Beisp.S.2.B. N Art,

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