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zur

Theorie und Literatur

d e r

schönen Wissenschaften

von

IohannIoachim Eschenburg

Herzogl. Bramisch», Liineb. Hofrath, u«,o Professor der Philosophie und
schonen Literatur am «ollegio Caroline in Braunschweig.

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V o r b e r i ch t.

^)n meinem EntWurfe einer Theorie und Li,

teramr der schönen Wissenschaften schränkte

ich mich darauf ein, bei jeder besonbern Gattung

der poetischen und prosaischen Schreibart die vor»

nehmst«« und musterhaftesten Schriftsteller älterer

und neuerer Zeit bloß namentlich anzuzeigen,

und die Ausgaben ihrer Werke jedem Paragra»

phen in den Anmerkungen unterzusetzen. Auch

erklärte ich in der Vorrede dieses Entwurfs, daß

ich mich in die nähere Würdigung oder Charak»

terisirung jener Schriftsteller mit Fleiß nicht ein,

gelassen, daß ich diese, nebst der Auswahl

und Zergliederung der besten Stücke oder Stel»

len ihrer Schriften dem mündlichen Unterrichte

vorbehalten, und sie auch andern iehrern, die

sich etwa dieses Entwurfs bedienen möchten,

überlassen habe. Ich setzte den Grund dieses

Verfahrens hinzu, weil ich es nämlich für zu an»

maßlich hielt, in Sachen des Geschmacks mit

* « dem dem einseitigen Urtheile seiner Empfindung dem Urtheile fremder, und vielleicht geübterer, Empfindung vorgreifen und gebieten zu wollen.

Mir selbst hatte ich bei den Vorlesungen über meinen Entwurf, schon lange vor dem Abdrucke desselben, diejenigen Stellen ausgezeichnet, die ich, so weit es die Zeit erlaubte, meinen Zu, Hörern vorlas und kommentirte, oder worauf ich He wenigstens verwies, wenn es an Zeit zum Vorlesen und Erläutern gebrach. Und hieb« hält' ich es auch fernerhin bewenden lassen, wenn nicht das immer lebhaftere Gefühl eines eintretenden zwiefachen Bedürfnisses meinen Entschluß anders, und für die Veranstaltung der gegenwärtigen Beispielsammlung, bestimmt hätte.

^ Theils sah ich ein, daß unter den iehrern, deren so manche mein Handbuch der Einführung bei ihrem Unterricht in der schönen Literatur würdigten, ihrer viele, und bei weitem wohl die mei« sten, sein würden, denen der ganze, so zahlreiche Vorrath der angeführten Schriften nicht zur Hand wäre, und die sich daher nur auf die vornehmnehmsten und gangbarsten unter denselben wür» den einschränken, in Ansehung vieler übrigen aber es bei einer bloßen Notiz und Nomenklatur würden bewenden lassen müssen. Noch mehr aber mußte ich befürchten, daß dieser Mangel, und die daraus entstehende Verlegenheit bei den Zuhörern, selbst bei meinen eignen, allzu oft der Fall werde; und daß ich den iehrbegierigern unter den letztern nicht immer durch Mittheilung der Bücher selbst, oft und allgemein genüge werde zu Hülfe kommen können.

Beiden Bedürfnissen, wenigstens großentheils, abzuhelfen, schien mir daher eine solche Sammlung, wie ich sie jetzt zu liefern den Anfangmache, dasbesie und leichteste Mittel zu sein. Ich gehe darin der Ordnung und Folge jener kurzen Anführungen in der literatur meines Ent, wurfes beständig nach; und glaube nun durch viese Reihe von Beispielen und ausgehobenen Mustern sowohl iehrer als lernende in Stand zu setzen, den Unterricht in den schönen Wissenschaften, bei welchem die Beispiele eben so nothwendig, und zur Bildung des Geschmacks eben so behülftich^ oder vielmehr, noch weit nothwen» * 3 diger,

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